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SLEEPING BEAUTIES

< JUNGES SCHAUSPIELHAUS - 
DEUTSCHES SCHAUSPIELHAUS HAMBURG >

MIT: ANOUK PIWEK, CHRISTINE OCHSENHOFER

REGIE: TAMARA SONJA AIJAMATHIESEN

BÜHNE / KOSTÜME: NATHALIE SCHATZ

MUSIK / VOICE-OVER: NICO-ALEXANDER WILHELM

DRAMATURGIE: TILL WIEBEL

LICHT: OLE DAHNKE

PREMIERE: APR 2026

 

 

Wer schön sein will, muss leiden. Auch wenn sich dieses Sprichwort schon ewig im Sprachgebrauch hält, entfaltet es heute nochmal eine andere Gültigkeit. Durch Social Media verbreitete Trends und Schönheitsideale sorgen nicht nur für enormen Druck, sondern auch für den massiven Konsum von Pflegeprodukten. Und nach einem kurzen kommerziellen Erfolg von Body Positivity ist spätestens seit Medikamenten wie Ozempic das Dünnsein doch wieder am besten. Eine globale Beauty-Industrie entwickelt für immer neue Problemzonen immer neue Lösungen. Die zentrale Zielgruppe: Junge Frauen. Zwischen Botox und Detox, Blush und Butt Lift, Face Contouring und Serum Layering, Skincare und Skinimalismus eröffnet sich eine neue Dimension der immerwährenden Produktion des Ideals und des Wunsches, ihm zu entsprechen.

Bereits in Märchen wird Schönheit als das größte Kapital junger Frauen proklamiert. Ihr Wert definiert sich über den Blick des Prinzen und dessen Interesse an ihnen. Mit etwas Glück werden sie durch seinen Kuss wieder ins Leben geholt und aus ihrem Schönheitsschlaf erweckt. Aber wer sollte hier eigentlich wirklich mal aufwachen? Welche neuen Erzählungen über Schönheit müssen wir wachrütteln, wenn diese Geschichte der Unterdrückung es schon vom Märchenbuch bis in den TikTok-Feed geschafft hat?

LONGLIST: FESTIVAL AUGENBLICK MAL! 2027

Furios, durchdacht und mit Sinn für Komik.

Aijamathiesen setzt sich darin spielerisch, intelligent und humorvoll mit Rollenbildern und dem Diktat der Schönheitsindustrie auseinander. Dabei verzahnt sie die Welt der Märchen mit der junger Frauen von heute. Die auf allen Kanälen propagierten Schönheitsideale verweist sie damit in den Bereich des Unwirklichen, denn es geht ja immer noch dünner, die Lippen könnten  noch voller, das Gesicht noch straffer sein. Die Schönheitsindustrie weiß das ebenso zu nutzen wie Social Media, eine Grenze nach oben gibt es nicht, und das alles hat mehr mit Märchen als mit der Wirklichkeit zu tun.

(Theaterzeit Hamburg)

Sehr konsequent jongliert das Team in seiner Stückentwicklung mit der Kritik an einer mit Sehnsüchten von Frauen spielenden Gesellschaft und der dazugehörigen Industrie. Der frische und direkte Text bietet außerdem den zwei mitreißenden Darstellerinnen reichlich Gelegenheit, komödiantische, mit Trash- und Horror-Elementen gespickte Szenen zu performen.

(Hamburger Abendblatt)

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